PFAS-resolve – Schnelle PFAS-Erkennung für eine gesündere Umwelt
PFAS-resolve ist ein innovatives Interreg-Maas-Rhein-Projekt mit einer Laufzeit vom
1. Juni 2024 bis zum 31. Mai 2027. Es vereint Partner aus
Belgien, den Niederlanden und Deutschland, um
schnelle, tragbare Nachweissysteme für PFAS zu entwickeln – persistente „ewige Chemikalien“ wie
PFOS, PFOA und PFNA, die Boden und Wasser kontaminieren und ein erhebliches Risiko für Umwelt und Gesundheit darstellen.
PFAS sind extrem langlebig und nur schwer abbaubar. Herkömmliche Laboranalysen liefern zwar sehr präzise Ergebnisse, sind jedoch häufig
zeitaufwendig und kostenintensiv. PFAS-resolve setzt genau hier an und verkürzt die Nachweiszeit von
mehreren Wochen auf wenige Minuten. Dadurch können belastete Standorte schneller identifiziert, kartiert und gezielt saniert werden.
Innovative Lösungen für den Praxiseinsatz
PFAS-resolve kombiniert modernste Technologien zu einem praxisnahen Gesamtkonzept:
- Tragbarer Biosensor zur Echtzeit-Detektion extrem niedriger PFAS-Konzentrationen
- Phytoscreening-Methoden, bei denen Pflanzen als natürliche Indikatoren für Umweltkontaminationen dienen
- Direkte Vor-Ort-Anwendbarkeit zur Unterstützung von Monitoring, Kartierung und Sanierungsplanung
So verbindet das Projekt exzellente wissenschaftliche Forschung mit
konkreten, einsatzbereiten Lösungen für Behörden, Umweltfachstellen und Sanierungsprojekte.
Projektpartner und ihre ExpertiseDas interdisziplinäre Konsortium bündelt wissenschaftliche, technische und praktische Kompetenz über alle Projektphasen hinweg:
- Universität Maastricht (NL): Projektkoordination, Sensorentwicklung und internationale Zusammenarbeit
- Bio2Clean B.V. (BE): Phytoscreening und nachhaltige Bodensanierung
- Geonius Groep B.V. (NL): Umwelttechnik und Geowissenschaften
- Université de Liège (BE) und FH Aachen – University of Applied Sciences (DE): Entwicklung sensorbasierter Detektions- und Überwachungstechnologien
- SPAQUE (BE): Öffentlicher Akteur mit umfassender Erfahrung in der Bodensanierung und Brachflächenentwicklung
- Hygiene-Institut des Ruhrgebiets (DE): Standortprobenahmen, chemische Analysen und Benchmarking von Nachweis- und Überwachungsmethoden
Gemeinsam decken die Partner den gesamten Prozess ab – von der
Erkennung und Bewertung von PFAS-Belastungen über die
Entwicklung und Umsetzung von Sanierungsstrategien bis hin zur
Umweltüberwachung und Erfolgskontrolle.
KontaktFür weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Bart van GrinsvenUniversität Maastricht
E-MailThomas-Benjamin SeilerHygiene-Institut des Ruhrgebiets
E-MailFörderhinweisDas Projekt PFAS-resolve wird im Rahmen des Programms
Interreg Maas–Rhein (NL–BE–DE) von der
Europäischen Union kofinanziert. Das gesamte förderfähige Projektbudget beträgt
2.283.626 €. Darin enthalten sind Kofinanzierungsbeiträge des
Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der
Wallonischen Region (Belgien) sowie des
Ministeriums für Wirtschaft der Niederlande.
Weitere InformationenPFAS-resolve