Chemical Indoor Contaminants
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Flüchtige organische Verbindungen (VOC)
Unter flüchtigen organischen Verbindungen (englisch: volatile organic compounds) werden zahlreiche Einzelverbindungen zusammengefasst, die bei Raumtemperatur gasförmig oder dampfförmig vorliegen und sich in der Raumluft anreichern können. VOC können synthetischen oder natürlichen Ursprungs sein. Häufige VOC-Quellen in Innenräumen sind z.B. Reinigungsmittel, Lacke, Farben, Klebstoffe, Möbel, Desinfektionsprodukte, Kosmetika oder Flüssigbrennstoffe. Aber auch Tabakrauch, Kochgerüche sowie der menschliche Stoffwechsel tragen im Innenraum zu VOC-Anreicherungen bei.
Sollten im Innenraum Geruchsbelästigungen, Reizungen oder Symptome auftreten, bei denen ein Zusammenhang mit VOC vermutet wird, kann eine mögliche Belastung mit Hilfe von Raumluft- und Emissionsmessungen bewertet werden.
Formaldehyd
Formaldehyd ist eine leichtflüchtige organische Verbindung mit stechendem Geruch, die in zahlreichen in Innenräumen verbauten Materialien enthalten ist. So kommen insbesondere Spanplatten und weitere Holzwerkstoffe in Form von Furniermöbeln, Paneelen und Bodenplatten sowie Ortschäume und Kleber als Quellen für Formaldehydemissionen in Frage. Weiterhin wird Formaldehyd auch als Konservierungsmittel in zahlreichen Kosmetika und Reinigungsmitteln eingesetzt (z.B. Nagelhärter, Antischweißmittel, Shampoos u.a.). Formaldehyd wird sowohl in der Außenluft als auch im Innenraum bei Verbrennungsprozessen (z.B. beim Tabakrauchen) freigesetzt.
Formaldehyd als gasförmige Substanz führt vorwiegend zu lokalen Reizungen der oberen Atemwege und der Augen. Im Juni 2014 wurde Formaldehyd gemäß der 6. CLP-Verordnung in die Gefahrenklasse „Karzinogen 1B und Keimzellmutagen 2“ eingestuft.
Holzschutzmittel (PCP und Lindan)
Insbesondere in den 60er und 70er Jahren enthielten Holzschutzmittel häufig eine Wirkstoffkombination aus Pentachlorphenol (PCP) und γ-Hexachlorcyclohexan (Lindan). Holzbauteile, wie z.B. Ständerwerke, Türen, Fensterrahmen, Dielenböden etc. wurden zahlreich mit diesen Holzschutzlasuren behandelt.
1986 wurde durch die Gefahrstoffverordnung die Anwendung PCP-haltiger Holzschutzmittel in Innenräumen verboten. PCP und Lindan können jedoch über lange Zeiträume nach der letzten Behandlung ausgasen und zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Wir bieten Ihnen bei Verdacht auf eine Belastung mit Holzschutzmitteln eine kompetente Beratung, Probenahme, Analytik sowie eine Bewertung nach aktuellen Beurteilungsmaßstäben (z.B. PCP-Richtlinie NRW) an.
Chloranisole
In älteren Fertighäusern oder Pavillonbauten kann häufig ein typischer muffiger Geruch („Korkgeruch“) auftreten, der auf eine Zersetzung von PCP durch feuchtigkeitsliebende Mikroorganismen zurückzuführen ist. Die dabei entstehenden Chloranisole sind gesundheitlich unbedenklich, können aber zu einer als sehr unangenehm empfundenen Geruchsbelästigung führen.
- Polychlorierte Biphenyle (PCB)
- Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
- BTEX und CKW (aktive und passive Probenahme)
- Asbest, künstliche Mineralfasern (KMF)