Institutsgeschichte
Die Gründung des Hygiene-Instituts des Ruhrgebiets geht auf Robert Koch zurück, der 1901 anlässlich einer verheerenden Typhusepidemie in Gelsenkirchen und Umgebung beratend tätig war. Robert Koch (1843-1910) war Arzt und Mikrobiologe in Berlin. Sein Arbeitsgebiet war die Bakteriologie, insbesondere die Züchtung von Reinkulturen, der Nachweis von Bakterien durch mikroskopische Färbetechniken und die Weiterentwicklung von künstlichen Nährböden. Robert Koch gilt als Entdecker der Milzbrand-, Tuberkulose- und Cholera-Erreger. Für seine Forschungsarbeiten über die Tuberkulose erhielt er 1905 den Nobelpreis für Medizin.
Als Robert Koch Anfang des 20. Jahrhunderts die "Überwachung der Wasserversorgung, Durchführung der Kanalisation und ständige Seuchenwacht" forderte, rückte er damit erstmals den vorbeugenden Schutz der menschlichen Gesundheit in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit - und definierte gleichzeitig den Auftrag, den das Hygiene-Institut des Ruhr-
gebiets bis heute zu erfüllen hat.
Die rasanten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte auf allen Ge-
bieten der Hygiene und die fortschreitende Spezialisierung des Wissens erforderten den Aufbau von zwei eng kooperierenden Fachbereichen unter dem Dach des Hygiene-Instituts: es entstanden das
"Institut für Umwelthygiene und Umweltmedizin" mit dem Schwerpunkt Untersuchung und Bewertung von Umweltbelastungen und das
"Institut für Laboratoriumsmedizin" mit den Bereichen klinische Chemie, Serologie, klinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene.
Im Rahmen der "Zukunfts-Initiative Montanregion (ZIM)" wurde das Hygiene-Institut des Ruhrgebiets Anfang der 90er Jahre mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen zu einem Schwerpunkt-
zentrum der Umwelthygiene und Umweltmedizin ausgebaut. |
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Seit August 1991 ist das Institut für Umwelthygiene und Umweltmedizin als wissenschaftliche Einrichtung an der Ruhr-Universität Bochum anerkannt.
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