Schimmelpilzuntersuchungen
Schimmelpilze in Innenräumen
Schimmelpilze, Hefen und Bakterien kommen ubiquitär in unserer Umwelt vor und spielen eine wesentliche Rolle im biologischen Stoffkreislauf. Sie bauen abgestorbene organische Rückstände ab und stellen die dabei entstehenden Substanzen der Nahrungskette höherer Pflanzen und Tiere zur Verfügung.
Durch Änderung der Wohn- und Lebensumstände haben jedoch in den letzten Jahrzehnten Feuchtigkeitsprobleme und daraus resultierende mikrobielle Belastungen in Innenräumen deutlich zugenommen. So haben die nach der Wärmeschutzverordnung erfolgten Abdichtungsmaßnahmen von Häusern, falsch verstandenes Energiespardenken und gestiegene Hygieneansprüche dazu geführt, dass die anfallende Feuchtigkeit nicht mehr in ausreichendem Maße abgeführt und die Entstehung schimmelpilzbedingter Gebäudeschäden begünstigt wird.
Sporen, Hyphenfragmente und Mykotoxine können aufgrund ihrer allergenen und toxischen Eigenschaften gesundheitliche Beschwerden auslösen. Das Ausmaß der Gesundheitsgefährdung ist abhängig vom Schadensumfang und der individuellen Empfindlichkeit der Raumnutzer. Letzteres gilt insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von Allergien. Epidemiologische Studien zeigen, dass Feuchteschäden in Innenräumen mit einem erhöhten Risiko für Asthma und Asthmasymptome und andere Atemwegserkrankungen einhergehen. Darüber hinaus kann die Inhalation bestimmter Schimmelpilzarten bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu einem Befall innerer Organe führen. Aus Vorsorgegründen sollten deshalb Raumluftbelastungen vermieden werden, die bedeutsam über die unvermeidbare Exposition in der Außenluft hinausgehen (abhängig von der Jahreszeit kann die Konzentration an Schimmelpilzsporen < 100 KBE/m3 (Wintermonate) bzw. > 1.000 KBE/m3 (Sommermonate) betragen).




